Contemporary Art
Jan Davidoff Layers of the real 2

LAYERS OF THE REAL – Jan Davidoff

Vernissage:  16. Januar 2026 ab 19 Uhr

 

Liebe Freunde der Galerie, zur Eröffnung der Ausstellung LAYERS OF THE REAL mit Arbeiten von Jan Davidoff laden wir Sie herzlich ein. Der Künstler ist anwesend. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Die Einzelausstellung „Layers of the Real“ mit Arbeiten von Jan Davidoff versammelt Werke aus einem zentralen Werkzyklus des Künstlers, in dem er sich mit der Fragilität von Gewissheiten und den tiefgreifenden Unsicherheiten unserer Gegenwart auseinandersetzt.

Der in München und am Ammersee arbeitende Künstler zeigt sowohl figürliche als auch abstrakte
Arbeiten, die sich intensiv mit Naturphänomenen und deren Mikrokosmen beschäftigen. Durch
bewusste Perspektivverschiebungen werden vertraute Motive verfremdet und neu erfahrbar
gemacht. Das scheinbar Alltägliche verliert seine Selbstverständlichkeit und erscheint in
irritierender, oft ambivalenter Weise neu.
Davidoffs Arbeiten zeichnen sich durch einen vielschichtigen technischen Ansatz aus, der Malerei,
Druck und Fotografie miteinander verbindet. Die daraus entstehenden Bilder entwickeln durch ihre
holzschnitt- und reliefartigen Strukturen eine ausgeprägte räumliche Präsenz. Komplex angelegte
Glasuren zwischen den einzelnen Bildschichten verleihen den Werken eine nahezu keramische
Anmutung und laden dazu ein, Oberfläche und Tiefe gleichermaßen zu erkunden. Auf diese Weise
wird der Mikrokosmos des Bildes nicht nur visuell, sondern nahezu haptisch erfahrbar.
Das Spiel von Licht und Schatten, das in den unterschiedlichen Schichten aufgefangen wird,
erzeugt eine jeweils singuläre Wahrnehmung der Arbeiten. Jede Betrachtung wird zu einer
individuellen Annäherung, in der sich Wahrnehmung, Bewegung und Standpunkt des Betrachters
unmittelbar auf das Erscheinungsbild der Werke auswirken.
„Layers of the Real“ thematisiert Realität als ein Gefüge aus Überlagerungen, Brüchen und
Verschiebungen. Davidoffs Motive erscheinen aus wechselnden Distanzen – mal nah und detailliert,
mal überblickend und abstrahiert. Diese Variabilität verweist auf die Komplexität von Wirklichkeit
und fordert dazu auf, eigene Gewissheiten und Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen.
In einer Zeit, in der Stabilität zunehmend zur Ausnahme wird, lädt Jan Davidoff dazu ein, Wandel
nicht als Störung, sondern als konstitutives Element von Realität zu begreifen. Seine Arbeiten
verhandeln dabei nicht nur äußere Natur- und Ordnungsstrukturen, sondern ebenso die inneren
Überzeugungen, die unser Verständnis von Sicherheit und Unsicherheit prägen.
Die Ausstellung eröffnet einen Raum für kritische Reflexion und lädt dazu ein, die vielschichtigen
Zusammenhänge zwischen Natur, Materialität, Kunst und menschlicher Wahrnehmung neu zu
erkunden.