Contemporary Art
Birgitta Weimer: Installation „Am Rande des Lichts“

APHOTAL. Am Randes des Lichts – Birgitta Weimer

Vernissage Freitag, 4. September 2026, 18 Uhr

 

Liebe Freunde der Galerie, die Frankfurter Galerien laden ein zum 32. Saisonstart ! Mit dem Gespür langjähriger Expertise kuratieren die Frankfurter Galerien 49 Ausstellungen für Sie. Erleben Sie im Rahmen der Frankfurt Art Experience die gemeinsamen Vernissagen, Walks, Talks und viele weitere spannende Events.

Wir präsentieren zu diesem Anlass: 

APHOTAL – am Rande des Lichts

Installationen und Objekte von Birgitta Weimer

Wir und die Künstlerin freuen uns auf Ihren Besuch!

Öffnungszeiten zum Saisonstart:

Freitag, 4. September ab 18 Uhr
Samstag, 5. September 11-18 Uhr
Sonntag, 6. September 11-18 Uhr 

Schönheit und Katastrophe – im Werk von Birgitta Weimer gehen beide Hand in Hand. Die Künstlerin sagt dazu: Schönheit hilft uns, das Unabwendbare zu verarbeiten. Birgitta Weimer arbeitet seit Jahren zum Anthropozän mit seinen katastrophalen ökologischen Folgen. Die Ausstellung Aphotal zeigt zwei Werkkomplexe, die sich dem Zustand der Ozeane widmen.
Im Hauptraum der Galerie ist die Morphologie des Schmelzens zu sehen – ästhetische Architekturen in lichtdurchlässigen Weiß- und Blautönen. Wunderkammern, deren spiegelnde Böden die Tiefenwirkung verstärken und die Betrachtenden in ihren Sog ziehen. Mit In Memory of A23a setzt Birgitta Weimer einem der einst größten Eisberge der Welt ein Denkmal. 1986 vom antarktischen Filchner-Ronne-Schelfeis abgebrochen, schmolz er auf seiner langen Reise Richtung Südatlantik – und starb in diesem Sommer einen stillen Tod. Eine Serie von Collagen, Schwarzes Eis untersucht die dünnen und deshalb dunklen Arten von Eis, die durch Seegang vielfältige Formen (Pancake Ice, Nilas Ice) bilden können.
Der zweite Raum der Galerie ist dem Aphotal, dem lichtlosen Bereich der Ozeane, gewidmet, der den größten Teil des Planeten ausmacht. Die Installation Deep Sea besteht aus den bekannten Medusen (2012) – die angesichts der Qualleninvasionen in allen Weltmeeren aktueller denn je sind – und den Plateaus (2024). Letztere thematisieren ausschnitthaft die sessile Fauna der Tiefsee mit ihrem skurrilen Formenreichtum, die auf den Manganknollen wurzelt. Birgitta Weimer macht sich zusammen mit Meereswissenschaftlern stark für ein Moratorium der Ausbeutung der Tiefsee.

Leporello zur Ausstellung