Contemporary Art

S W I N G – Tatiana Urban  .  Sigrid von Lintig  .  Alexander Lis

Vernissage: 17. Juli 2026 ab 18 Uhr

Liebe Freunde der Galerie, am Freitag, 17. Juli 2026 um 18 Uhr laden wir Sie herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung SWING mit Arbeiten von Sigrid von Lintig, Alexander Lis und Tatiana Urban.

Die sommerliche Lebensfreude der Arbeiten feiern wir mit Cocktails und Fingerfood! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Sigrid von Lintig macht das Medium Wasser sichtbar. Statt flächengrafischer Simplifizierung nimmt ihr glasklares Wasser fast gallertigen Charakter an. An der Oberfläche flirrend reflektierend und von unten durchlichtet umfängt die Schwimmer in ihren Bildern grünlich und bläulich ein Fluidum, das sie in jede Richtung frei floatieren lässt und doch Widerstand bietet. Schwebend, embryonal verknäult, die Leichtigkeit genießend, lebensfroh turbulierend und von Tätowierungen und Kleiderstoffen feinstrukturiert, reagieren die Schwimmer auf dies Bewegung und Kraft einfordernde Medium in aktiver Schwerelosigkeit. Ihre nachvollziehbaren Drehungen und Tauchgänge verunklären schäumend die Oberfläche des Wassers und der Malhaut, die sich in freier Abstraktion und informeller Erfindung vollständig von photorealistischer Glaubwürdigkeit freimacht und in Oasen malerischer Einfälle eintauchen lässt. (Dr. Dirk Tölke)

Alexander Lis erforscht das Verhältnis von Struktur und Bewegung durch vielschichtige Kompositionen aus Farbe, Transparenz und Rhythmus. Verankert in Malerei, Zeichnung und urbaner Zeichen Praxis entwickelt Lis visuelle Systeme, die auf atmosphärische, topografische und architektonische Strukturen verweisen, ohne konkrete Orte abzubilden. Seine Kompositionen bewegen sich im Spannungsfeld von Kontrolle und Offenheit und verbinden Konstruktion mit intuitiven Gesten. Durch Prozesse der Schichtung, Fragmentierung und subtilen Irritation untersucht Lis, wie Ordnung und Instabilität innerhalb eines einzelnen Bildes nebeneinander bestehen können. Die daraus entstehenden Arbeiten offenbaren fortwährend wechselnde räumliche Beziehungen zwischen Oberfläche und Tiefe, Zurückhaltung und Bewegung.

Tatiana Urbans Arbeiten zeigen organische, an Wald- und Traumlandschaften erinnernde Formen, die zwischen Schwebezustand und Transformation zu oszillieren scheinen. Gegensätze wie Stabilität und Zerbrechlichkeit, Zusammenhalt und Auflösung sind kein Widerspruch, sondern werden als lebendige Kräfte eines fortwährenden Wandlungsprozesses inszeniert. Während sich die Formen einer eindeutigen Lesbarkeit entziehen, eröffnen sie Raum für Assoziationen: Botanische Anklänge floraler Strukturen, topografischer Formationen oder fragmentarischer Wesen treten hervor und verschwinden wieder. Neben ihrer starken kontemplativen Facette entwickelt Urbans Malerei eine dynamische Kraft, die den Blick immer tiefer in das Bildgeschehen hineinzieht.