Contemporary Art
Alke Reeh & Jeongmoon Choi: WHERE LINES BECOME SPACE

WHERE LINES BECOME SPACE – Jeongmoon Choi & Alke Reeh

Vernissage am 24. April 2026, 18 Uhr

 

Liebe Freunde der Galerie, gemeinsam mit den Galerien Frankfurt Mitte laden wir herzlich ein zum SPRING VIEW!

Feiern Sie am 24. April mit den Galerien und Gastronomen der Fahrgasse die Eröffnung der Frühjahrsausstellungen. In unseren Räumen präsentieren wir ein installatives Duett der  Künstlerinnen Jeongmoon Choi und Alke Reeh:

WHERE LINES BECOME SPACE

Die Künstlerinnen sind anwesend.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Jeongmoon Chois künstlerische Praxis entfaltet sich im Spannungsfeld von Linie, Fläche und Raum. Ausgangspunkt ist die gerade Linie, die mithilfe von Fäden in den Raum überführt wird und sich dort zu dreidimensionalen Zeichnungen – „Drawings in Space“ – erweitert. Der Faden fungiert dabei als zeichnerisches Medium, in dem sich die Linie materialisiert und zugleich transformiert: als Spur, als Struktur, als Lichtphänomen. In dieser Verschiebung löst sie sich aus der Zweidimensionalität der Fläche und schreibt sich in den erfahrbaren Raum ein, wo sie als räumliche Setzung wahrnehmbar wird. […] Gleichzeitig reagieren die Arbeiten sensibel auf die Bewegungen des Betrachters: Bereits minimale Positionsveränderungen führen zu visuellen Verschiebungen. Der Versuch, das Werk durch Stillstand zu fixieren, bleibt zwangsläufig unvollständig. So entsteht eine fragile, dynamische Beziehung zwischen Werk und Betrachter, in der Wahrnehmung, Bewegung und Bedeutung untrennbar miteinander verbunden sind.

Stoff ist schmiegsam, sackt, faltet oder wellt sich. Bewusst kalkuliert Alke Reeh dies als Antipode zur geometrischen Form ein. Die Eigenschaften des Materials sind Garant, kein kühles technisches Werk zu erschaffen, vielmehr konkurrieren beide – Geometrie und Gewebe. […] Aus einem kompakt zusammengelegten Objekt entsteht im Prozess des Auseinanderfaltens ein in den Raum greifender Körper. Dieser umschließt Raum, trennt ihn in Innen und Außen, in Davor und Dahinter. Hierbei stellen Falten und Faltungen ein effizientes Konstruktionsprinzip dar, das seit jeher in Architektur und Ingenieurwesen eingesetzt wird – Raumbildung und Lastabtragung gleichermaßen. […]
Die Arbeiten sollen lesbar sein, das zu Grunde liegende Prinzip ist immer wieder im Detail nachvollziehbar, doch als Ganzes nicht in einem Blick zu entschlüsseln. Das Auge erforscht komplexe Rhythmen, indem es tastend immer wieder über die Fläche streicht, das gerade Wahrgenommene speichert und möglichen Ordnungsprinzipien nachspürt.